Die Zukunftsplanung des SV Pasching war ja schon immer mehr als schlecht aber mittlerweile dürfte sie von einem geistig abnormen Hamster übernommen worden sein. Zuerst wird die Lizenz nach Kärnten verkauft um einen Club mit tollem Unterbau hervorzubringen. Es wird argumentiert, dass Pasching für eine Teilnahme am professionellen Fußball a) zu nahe an Linz und b) sowieso zu wenig Geld hat. Dann stellt sich das Experiment „BZÖ goes Bundesliga“ als nicht gerade erfolgreich heraus (zumindest verheißen der vorletzte Tabellenplatz, die meisten erhaltenen und die wenigsten geschossenen Tore nicht gerade einen gelungenen Start). Und schließlich stellt der SVP eine Mannschaft zusammen die wohl oder übel als „Manchester United“ der Landesliga West bezeichnet werden muss. Sprich sie wird soviel Geld verschlingen, dass die Kosten unmöglich von Superfund allein (die ja leider Gottes auch noch immer an Bord sind) getragen werden können.
Fantechnisch ist man immerhin die absolute Nummer 1, allerdings nur unter Kaperzundern wie Gurten, Pichl oder Esternberg. Wenn man das Waldstadion selbst besucht und beispielsweise einem Spiel gegen Bad Wimsbach beiwohnt, kann einen schon die Sentimentalität packen. Vor allem in Gedenken an tolle Abende gegen Werder Bremen, den SK Rapid Wien oder Dramen gegen Admira Wacker Mödling (denen jetzt ebenfalls ein grausames Schicksal in Gestalt eines obskuren FC Niederösterreich Trenkwalder Schwadorf droht) und SV Ried. Doch zurück zum eigentlichen Thema, den mehr als eigenartigen Zielsetzungen des Vorstadtclubs unter altem Namen und alter Führung.
Was erreicht werden will/soll, ist genauso unklar wie die Tatsache warum Franz Grad wieder das Präsidentenamt einnimmt wo er doch nie wieder in ein Fußballstadion wollte und schon gar kein Geld mehr hineinstecken. Jetzt tut er beides und fördert zudem noch den Zweitclub Wallern, der sich den Platz in der LLW ja finanziell abgelten ließ. Ein Verlustgeschäft für den Spediteur, den Verein, die Region, die Gemeinde und die Anhänger des ehemaligen Stolzes der Vorstadt. Also was sollte dann das alles?? Der Verdacht liegt nahe, dass der plötzliche Meinungsumschwung auf ein in den letzten Jahren immer wieder beobachtetes Phänomen zurückzuführen ist. Der alte neue Präsident braucht ganz einfach das Spiel mit Fans und Medien. Das Licht der Öffentlichkeit, welches weder ihm noch dem Verein derzeit zuteil wird, könnte ihm ganz einfach fehlen. Anders lässt sich diese mehr als eigenartige Entwicklung kaum erklären. Oder der oben erwähnte Hamster hat tatsächlich Einzug ins Vereinsleben gefunden. |